Hast du die Regentage und den Corona Lockdown genutzt, um dich auch in diesem Jahr wieder von einigen Kleidungsstücken zu trennen? Gut so, denn es macht auf jeden Fall Sinn sich dieser Aufgabe in regelmässigen Zeitabständen zu widmen. Irgendwelche Teile gehen doch immer wieder zwischendurch kaputt oder müssen geändert werden, weil sie zu weit oder zu eng geworden sind oder aber sie gefallen dir schlicht und weg einfach nicht mehr. Und außerdem ist das „entrümpeln“ tatsächlich ja irgendwie befreiend und man sortiert sich irgendwie auch selbst ein Stück weit. Doch was tun mit der Kleidung? – Einfach wegschmeißen?

Wir kaufen ganz einfach per Mausklick oder im Laden oft neue Klamotten und neue Trends, weil wir es können. Aber letztendlich haben wir auch die Verantwortung zu schauen, was nach dem Kauf und dem Tragen aus den Klamotten wird. Es gibt mittlerweile wirklich viele Möglichkeiten sich von seinen Sachen zu verabschieden. Heute möchte ich dir ein paar gängige und nützliche Tipps geben. Denn das Weggeben ist zeitlich nicht ganz zu unterschätzen. Nachdem du also erfolgreich einige Sachen aussortiert hast, geht es jetzt darum diese auch loszuwerden

Was mache ich mit Kleidung, die ich nicht mehr haben will | authentische Stilberatung

1. Wegschmeißen

Wenn etwas wirklich kaputt, verschlissen oder völlig abgenutzt ist, muss es eindeutig in den Müll wandern – also ja, auch wegschmeißen gehört dazu. Dabei ist es wichtig, sich eine emotionale Bindung an seine Klamotten möglichst abzugewöhnen. Denn abgenutzt bleibt abgenutzt. Wenn es einem wirklich schwer fällt, sich auch von kaputten Dingen zu trennen, sollte man den Tipp von Marie Kondo anwenden und sich bei dem Teil bedanken, dass einem so viel Freude bereitet hat und es dann gehen lassen. Schließlich hat man bestimmt das ein oder andere Foto als Erinnerungsstück.

2. Ändern und/oder Reparieren

Wenn du Teile hast, die sich mit einer Änderung oder einer kleinen Reparatur beheben lassen, ran damit! Wenn einfach nur ein Knopf abgefallen ist oder ein kleines Loch in einem Pulli ist, kannst und solltest du schauen, dass du es selbst reparierst. Dafür gibt es mittlerweile viele Youtube Tutorials und mit ein bisschen Übung und etwas Geduld bekommst auch du es hin.

Wenn du Pullover, Oberteile oder Mäntel hast, die diese fiesen Knötchen haben, bloß nicht in Panik verfallen. Das soll deine kleinste Sorge sein. Baumwolle, Kaschmir und auch Wolle neigen bei Reibung zu Pilling. Das lässt sich ganz einfach mit einem elektrischen Fussrasierer abrasieren. Dabei passiert der Kleidung bei ordnungsgemäßem Gebrauch gar nichts, im Gegenteil: Es sieht danach nahezu wie neu aus.

Schuhe, auch ein Klassiker. Ich weiß nicht wie regelmäßig du deinen Schuhen ein kleines Putz-Over anbietest, aber mit ein wenig Lederpflege sehen viele Schuhe deutlich besser und gepflegter aus. Und noch etwas: Es gibt wirklich gute Schuhmacher. Wenn du den Absatz abgelaufen hast oder du dieses verheißungsvolle Metall-«Geklacker» hörst, ist es höchste Zeit diesen Schuhen einen neuen Absatz zu verpassen. Sonst wirkt es wirklich sehr ungepflegt und das wollen wir nicht.

Wenn ein Kleidungsstück zu weit geworden ist oder zu lang ist, kannst du entweder deine Nähmaschine mal wieder herausholen oder dir eine Änderungsschneiderei deines Vertrauens suchen. Kleine Änderungen wie Ärmel oder Hosen kürzen, sind oft günstiger als man denkt und wie wichtig gut sitzende Kleidung ist, hast du von mir schon in den vorherigen Blogartikeln gehört. Wenn das Material oder das Muster noch gefallen, nur der Schnitt nicht mehr in Mode ist und es ein etwas besseres Kleidungsstück ist, lohnt es sich alle Mal. Und schon kann eine Schrankleiche wieder zum Lieblingsstück werden.

Gut erhaltene Teile, die du einfach nicht mehr haben möchtest, sollten unbedingt eine neue Verwendung finden. Du entscheidest, ob es bei jemand anderem besser aufgehoben ist. Dafür stehen dir wieder drei Möglichkeiten zur Auswahl:

3. Verkaufen

Um Kleidungsstücke in einwandfreiem Zustand loszuwerden gibt es mittlerweile diverse Plattformen. Am besten verkaufen sich erfahrungsgemäß Designerstücke, die entweder total Vintage sind oder nicht älter sind als zwei Saisons. Ob Ebay, Kleiderkreisel, Mädchenflohmarkt oder andere ähnliche Portale, bei Markenartikeln lohnt sich die Mühe.  

Alle anderen Teile kannst du ruhig auch auf dem Flohmarkt, Apps wie Shpock oder in Secondhandläden, die dir deine Sachen entweder ablaufen oder in Kommission nehmen, verkaufen. Entscheidend ist: Je weniger Aufwand das für dich bedeutet, desto besser. Denn das Fotografieren, Einstellen, Fragenbeantworten und Verschicken oder selbst das Abholen lassen ist zeitraubender als man denkt. Und es lohnt sich in der Regel nicht, wenn du für ein Teil nur ca. 20 EUR oder 30 CHF bekommst.

Eine weitere Möglichkeit größere Klamottenberge loszuwerden sind Textilankäufer, denen du zu feststehenden Konditionen und Vorgehensweisen deine Textilien zu schicken kannst. Am besten schaust du einmal nach dir sympathischen Anbietern oder fragst im Freundeskreis nach Erfahrungen. Manche übernehmen Versandkosten und überweisen das Geld schnell, aber große Gewinne solltest du dort nicht erwarten. Es ist eher eine Möglichkeit deine Sachen für einen kleinen Obolus loszuwerden.

4. Verschenken

Schöne Sachen, die man selber nicht mehr trägt, an Freunde, Familie oder Kollegen zu verschenken ist eine tolle Win-Win Situation. Wenn ich etwas aussortiere frage ich mich immer, ob ich jemandem kenne, dem das Kleidungsstück gut stehen würde. So machst du lieben Menschen eine Freude damit und gleichzeitig verstopfen diese Sachen nicht mehr länger deinen Schrank. Schau bitte nur, dass du die Sachen – auch mit den besten Absichten – niemandem aufdrückst, sodass die sich genötigt fühlen es anzunehmen. Denn dann wandert das «Problem» einfach nur in den nächsten Kleiderschrank.

Aber besten ist das gezielte Verschenken: Du erinnerst dich wie eine Kollegin deinen Schal bewundert hat? Dann bring ihr den doch einfach mit. Oder deine Schwester hat schon lange einen Blick auf deine Bluse geworfen? Schenk sie ihr! Oder du lädst zu einer Mädelsrunde bei dir zuhause ein und jeder Gast darf sich etwas, das ihm gefällt mitnehmen. Theoretisch funktioniert das auch als Tauschbörse, wenn jeder etwas mitbringt, aber dann kann es sein, dass dein Kleiderschrank voller als vorher ist und dann ist es dahin mit deinem neu gewonnenen Platz im Kleiderschrank.

5. Spenden

Die wohl entspannteste Art, deine Sachen loszuwerden und dabei sogar noch etwas Gutes zu tun, ist sie zu spenden. Fast überall wo du wohnst gibt es Anlaufstellen dafür. Es gibt viele Möglichkeiten von Sozialkaufhäusern, Secondhandläden, die von karitativen Organisationen wie dem Roten Kreuz, Caritas oder Maltesern betrieben werden, oder auch Textil-Sammlungen, Umsonstläden & Co. Es gibt auch Organisationen, denen du die deine Kleidung schicken kannst, die das dann für dich verkaufen und den Erlös an eine gemeinnützige Organisation spenden. Ich bin über https://www.packmee.de/ gestolpert. Da bekommst du für dein gespendetes Paket einen Einkaufsgutschein von teilnehmenden Modepartnern. Ich habe es selbst noch nicht ausprobiert, aber es macht einen guten Eindruck auf mich.

Vorsicht bei Altkleider-Containern. Wenn es auf diesen Containern keine offiziellen Logos einer bekannten Organisation oder einen seriösen Kontakt gibt, sind sie meist nicht seriös. Dann werden die Sachen oft nicht, wie von dir eigentlich beabsichtigt, gespendet, sondern oftmals noch gewinnbringend verkauft oder zu Füllmaterial geschreddert und verkauft.

Es gibt wie du siehst viele Möglichkeiten deinen Sachen noch ein zweites Leben zu ermöglichen. Ich hoffe du findest die richtige Lösung für dich. Sicherlich kennst du noch viele weitere. Teile sie gern mit der Community und sag uns welche Erfahrungen du gemacht hast. Denn in Zeiten vom Klimawandel bin ich überzeugt, dass wir alle unseren Beitrag zum Recycling leisten sollten.

Schön, dass du da bist! 

Hallo, ich bin Carolin, Expertin für authentische Stilberatung und Positive Psychologie. Ich unterstütze Frauen dabei ihren ganz persönlichen und authentischen Stil zu finden und wieder an sich selbst zu glauben, damit sie das Leben führen, das sie sich wünschen. Ich zeige dir, wie du mit deinem authentischen Stil deine Ausstrahlung vervielfachst. 

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