Dein Kleiderschrank-Projekt für mehr Ordnung

Sind wir mal ehrlich: Die Idee den eigenen Kleiderschrank mal wieder etwas mehr Ordnung zu verleihen und vielleicht auch noch einmal ganz anders zu organisieren schwingt meist schon eine ganze Weile mit uns mit, bevor wir zur Tat schreiten. Wer kennt das nicht?! Woran liegt das? Meist daran, dass es dann doch länger dauert als gedacht und man es als eigenes kleines Projekt sehen kann, das man nicht einfach mal zwischendurch erledigt, sondern welches man meist zu einem Wochenendprojekt beruft. Aber es lohnt sich: Dein Kleiderschrank-Projekt sorgt für mehr Ordnung, damit du morgens schnell die Kleidung zur Hand hast, die dir und deinem Stil entspricht. Ein gut funktionierender Kleiderschrank ist ein Garant für mehr Klarheit, Leichtigkeit und eine deutliche Zeitersparnis. Und wenn es dann auch noch toll aussieht, dann startet man mit positiven Gefühlen in den Tag.

1. Ein Kleiderschrank mit System organisieren

Wichtig ist die Frage: Wie soll er sein dein Kleiderschrank? Geschlossen? Mit Schiebetüren der Türen, offen mit Vorhang oder lieber gleich ein offenes Stangensystem? Jedem das, was ihm beliebt und was der Platz in der eigenen Wohnung hergibt. Ich habe mich für einen Mix aus offenem und geschlossenem Kleiderschrank entschieden. Geschlossen, damit die darin befindlichen Teile besser vor Staub und möglichen Motten geschützt sind, zum Teil aber auch offen, weil es schon auch ein Gefühl eines begehbaren Kleiderschranks mit Boutique-Charakter hat, insbesondere bei den Kleiderstangen und gläsernen Schubladen. Es macht absolut Sinn, sich den Aufbau des Kleiderschranks zu überlegen, also wie viel Platz brauche ich für Hängeware und wie viel für Ablageböden, Fächer oder Schubladen, von denen ich auch ein großer Fan bin. Für mich hat es sich als sehr gute Wahl erwiesen einen IKEA PAX Kleiderschrank zu haben, den man beliebig erweitern und umstellen kann, da sich die Bedürfnisse für Stauraum und Organisation im Laufe der Zeit verändern können.

2. Wie oft sollte ich meinen Kleiderschrank organisieren und aussortieren?

Man sagt in der Regel sollte 1-2 Mal pro Jahr aussortiert werden. So hat man immer auch die Möglichkeit die eigene Ordnung im Kleiderschrank zu überprüfen und sie den Bedürfnissen im Alltag noch besser anzupassen. Einmal jährlich sollte es schon sein, weil im Alltag vielleicht doch einmal untergeht, welche Teile man nicht mehr trägt oder was schon abgetragen ist. Oder aber es sind Teile dann doch mal außerhalb des Sichtfeldes und werden morgens für Kombinationsmöglichkeiten gar nicht berücksichtigt.

3. Den Saisonwechsel für deine neue Ordnung im Kleiderschrank nutzen

Zweimal jährlich hat man die Möglichkeit sich jeweils auf den anstehenden Saisonwechsel von Frühjahr/ Sommer auf Herbst/ Winter vorzubereiten, indem man zum Beispiel wieder Schuhe mit der Lederpflege aufpoliert und imprägniert. Die Empfehlung geht dahin jeweils immer nur die aktuelle Saison im Kleiderschrank aufzubewahren und so den Fokus zu behalten. Wenn der Platz es erlaubt, spricht nichts dagegen alle Jahreszeiten im Schrank aufzubewahren, jedoch würde ich die Saisons immer voneinander trennen, sodass morgens der Blick nur auf die aktuelle Saison mit den Witterungsverhältnissen fällt. Um Saisonales auszulagern, gibt es mittlerweile eine Vielzahl an luftdichten und vor mottengeschützten Boxen und Vakuum-Beuteln zum Verstauen im Keller oder Abstellraum. Aber Vorsicht vor feuchten Kellern.

4. Schritt für Schritt zu mehr Ordnung im Kleiderschrank

Wenn du Schritt für Schritt vorgehst, erhältst du die besten Ergebnisse.

Aussortieren mit Plan

Gehe Kategorie für Kategorie durch und sortiere zunächst einmal aus. Erst alle Hosen, dann alle Röcke, Kleider, Jacken und Mäntel, Pullover, T-Shirts und Blusen, etc. Nehme am besten dafür immer eine Kategorie aus dem Schrank und ziehe auch ruhig jedes Teil noch einmal an, um zu sehen, ob dieses Teil etwas für dich tut und wie du dich darin fühlst:

Dabei kannst du dir immer diese Fragen stellen:

  1. Steht dir die Farbe gut zu Gesicht?
  2. Steht dir der Schnitt und betont die Vorzüge deiner Figur?
  3. Magst du den Stil (noch) an dir?
  4. Unterstützt das Kleidungstück (noch) das Image, das du anderen von dir vermitteln möchtest?
  5. Sitzt das Kleidungsstück gut? Oder ist es zu klein oder zu groß?
  6. Ist das Kleidungsstück noch modern oder völlig aus der Mode?
  7. Hast du das Kleidungsstück schon Jahre nicht mehr angehabt?
  8. Ist das Kleidungsstück abgenutzt, hat Löcher oder ist ausgeblichen?

5. Den Kleiderschrank richtig organisieren

Bevor du nun alles wieder einräumst und für die neue Ordnung sorgst, wische den Kleiderschrank kurz aus und gehe dann auch wieder Kategorie für Kategorie durch. Was soll wo hin? Was benutzt du besonders oft? Die Kategorien, die du besonders häufig nutzt, sollten für dich gut zu erreichen sein, zum Beispiel auf Augenhöhe oder mittig sein, damit du einfach herankommst. Dinge, die du seltener brauchst, dürfen gern in Streck- oder Bückzonen aufbewahrt werden.

6. Welche Ordnung ist die beste: Stapeln, Marie Kondo oder Aufhängen?

Allgemein gilt: Materialien und Stoffe, die empfindlich sind und schnell knittern, lieber aufhängen. Und ob du lieber stapelst oder in der Falttechnik von Marie Kondo faltest, ist Geschmackssache und eine Gewohnheitsfrage. Ich bin dazu übergegangen, manche Kategorien zu falten und aufzureihen wie Marie Kondo, zum Beispiel für Jeans und Winterpullover. Bei Strickröcken und -hosen bin ich zum Auffächern übergegangen, um ein Boutique-Flair zu erzielen. Der Marie Kondo Style und das Fächern eignen sich besonders gut für Schubladen, das Stapeln besser bei Ablageböden, die ich früher in meinem Kleiderschrank hatte.

Ordnung im Kleiderschrank dank Marie Kondo
Hosen gedrittelt und gefaltet nach Marie Kondo
Ordnung im Kleiderschrank durch Schubladen
Hosen und Röcke gefächert

7. Wähle das Ordnungssystem, das für dich am besten funktioniert

Neben der Einteilung in Kategorien, solltest du für dich schauen, welche Einteilung für dich am besten funktioniert: Meist wird dazu geraten die Kategorien nach Farben zu sortieren, wie man es von früher aus dem Buntstiftkasten kennt. Vielleicht macht es für dich aber mehr Sinn die Blusen zuerst in Ärmellängen (ärmellos, T-Shirt, ¾ Arm, Langarm) zu unterteilen und dann erst nach Farben. Oder aber, du möchtest klar deine Berufskleidung von deinen Freizeitlooks trennen. Ich würde immer versuchen, die Einteilungen so zu wählen, dass sie dich morgens bei deiner Entscheidungsfindung optimal unterstützen.  

8. Accessoires, Unterwäsche, Strumpfware und Schuhe gehören extra

Für die feinen und kleinteiligen Sachen empfiehlt es sich auf Kommoden, Schubladen oder aber Aufbewahrungsboxen zurückzugreifen und auch hier wieder der Kategorie nach zu sortieren und allem fein säuberlich seinen Platz zu geben. Durch Schubladeneinsätze kann man eine übersichtliche Ordnung erstellen. Damit Ketten nicht verheddern oder Strumpfhosen keine Laufmasche bekommen, kannst du sie in transparenten Zip Beuteln aufbewahren. Verschiedene Möglichkeiten, wie du sie organisieren kannst, habe ich dir in einem Pinterest-Board zusammengefasst.

Eine weitere Möglichkeit ist es Tücher und Ketten aufzuhängen auf besonderen Schalbügeln oder Kettenständern aufzubewahren, was auch dekorativ aussehen kann.

9. Deko-Tipps fürs Auge schaffen gleichzeitig mehr Ordnung

Lege die Sachen mit dem Blick fürs Detail. Wenn es ordentlich gefaltet ist oder die Schuhe ordentlich in Reih und Glied stehen, erwartet dich beim Öffnen ein harmonisches Bild.

Wenn du gern mit geschlossenen Boxen und Schachteln arbeitest, ist es eine tolle Idee die Boxen dekorativ zu beschriften oder auch Polaroid Fotos von Schuhen zu machen, sodass du immer weißt, was sich in der Box befindet.

Taschen sind für viele Frauen kleine Schätze und bekommen oft einen besonders schönen Platz im Regal. Damit Taschen ihre Form nicht verlieren kannst du sie auspolstern, indem du innen die Taschenbeutel aufbewahrst, kleinere Taschen innen drin aufbewahrst (Marie Kondo) oder aber sie im wahrsten Sinne des Wortes auspolsterst mit Luftpolsterfolie, die meist nach Onlinebestellungen übrigbleiben.

Und ein letzter Tipp: Mit einheitlichen Bügeln entsteht ein schönes Gesamtbild für die Optik.

Du drückst dich noch immer vor dem Aussortieren und neu organisieren? Manchmal braucht man jemanden an seiner Seite, damit man es endlich angeht und es auch wirklich gut wird. Dann unterstütze ich dich gern dabei und wir packen es gemeinsam an: Erst Aussortieren, dann neu organisieren, Lücken identifizieren, wie du mehr aus deinem jetzigen Kleiderschrank machen kannst und im Anschluss gehe ich für dich shoppen. Ganz einfach – online & bei dir zu Hause: Das Kleiderschrank Make-over. Schau doch mal vorbei, wenn das spannend für dich klingt.

Ideen, was du mit deiner aussortierten Kleidung machen kannst, findest du hier.

Schön, dass du da bist! 

Hallo, ich bin Carolin, Expertin für authentische Stilberatung und Positive Psychologie. Ich unterstütze Frauen dabei ihren ganz persönlichen und authentischen Stil zu finden und wieder an sich selbst zu glauben, damit sie das Leben führen, das sie sich wünschen. Ich zeige dir, wie du mit deinem authentischen Stil deine Ausstrahlung vervielfachst.